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Ortsinformation


Gerstetten

Gerstetten ist vermutlich nach der alemannischen Landnahme im 6./7.
Jahrhundert entstanden, wurde aber erstmals 1116/1120 urkundlich
erwähnt. Der Ortsname kommt vermutlich vom Personennamen
"Gero". Alte Handelsverbindungen bestanden vor allem nach Ulm und
Augsburg.

Gerstetten selbst war ein wichtiger Salz-
handelsplatz und hat ein altes Marktrecht.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf
fast vollständig durch einen Brand zerst-
ört. Nach 1648 zogen protestantische
Flüchtlinge aus Vorarlberg und Salzburg
zu. Der von ihnen bewohnte Teil des Orts
entwickelte sich zum Weberdorf.
Daneben spielte die Landwirtschaft eine
große Rolle. Es wurden vorwiegend Brot-
und Futtergetreide, später auch Kartoffeln
angebaut.


Im 18. und 19.Jahrhundert erlebte Gerstetten eine
stetige Aufwärtsentwicklung und hatte zu Beginn dieses Jahrhunderts
bereits rund 2300 Einwohner. Ein weiterer Bevölkerungszuwachs
erfolgte durch die Eingliederung Heuchstettens. Nach 1945 begann mit
dem Zuzug zweier großer und mehrerer mittlerer Industriebetriebe ein
rascher wirtschaftlicher Aufschwung. So wurde aus dem Bauern- und
Weberdorf ein für die Ostalb nicht unbedeutender wirtschaftlicher
Faktor mit Betrieben aus vielen handwerklichen und industriellen
Bereichen.

Sehenswert

Gerstetten

Dettingen
  • Dettingen, am südlichen Rand des Albuchs, hat noch Anteil am
    Brenztal, das zwischen Anhausen und Falkenstein malerisch mit
    eindrucksvollen Felsgruppen eingeschnitten ist. Der Falkenstein
    wurde früher von einem Burgstall zur Burg ausgebaut, von der
    heute noch ein kleiner Teil zu sehen ist. Von dort bietet sich ein
    herrlicher Blick ins Eselsburger Tal mit den berühmten "Steinernen
    Jungfrauen". Das charakteristische Bild für Dettingen stellt die
    Anhauser Linde dar, die unter Naturschutz steht.

Gussenstadt
  • Gussenstadt beherbergt ein Heimat- und Dorfmuseum, das bereits
    1911 im oberen Stock des Ursulastifts untergebracht wurde und 
    einen guten Einblick in die Lebensweise und Arbeitswelt der 
    früheren Generationen bietet. 
    Im Jahre 2000 wurde das Museum um eine Museumsschmiede
    erweitert in welcher in unregelmäßigen Abständen
    Schmiedevorführungen stattfinden. Jährlich stattfindende
    Sonderausstellungen lohnen immer einen  Besuch. weitere
    Informationen und Termine auf der Homepage unter 
    http://www.museum.gussenstadt.net
    Öffnungszeiten:
    Sonn- und Feiertage 13.30 - 16 Uhr von 1. Mai bis 30. September.
     Gruppenbesuch ab 10 Personen nach Vereinbarung mit
    Museumswart Herrn Jäger, Telefon 07323/919136).
  • Die evangelische Dorfkirche St. Michael enthält alte
     Wandmalereien von 1691, schöne Schnitzereien an Taufstein und
     Weiberstühlen, Glasmalereien und das sehr wertvolle Bild
    "Christus als Apotheker".
  • Am Gussenstadter Bahnhof gibt es eine Zustiegsmöglichkeit zum
     Lokalbahn- Dampfzug. Näheres hierzu auch unter Gerstetten.

Heldenfingen
  • Eine geologische Seltenheit findet man bei Heldenfingen. Das
    "Kliff" ist ein Teil der Felsküste des tertiären Meeres. Hier hat der
    langandauernde Anprall der Wellen eine typische Hohlkehle aus
    dem Weißjurafels herausgemeißelt. Deshalb ist die Kliff-Linie bei
    Heldenfingen zu wissenschaftlicher Bedeutung gelangt. Die
    Hohlkehle selbst, sowie der Fels darunter und darüber, ist mit
    größeren Löchern von Bohrmuscheln und kleineren von
    Bohrschwämmen bedeckt.

Heuchlingen
  • Auch in Heuchlingen ist die Dorfkirche von besonderer Bedeutung.
    Die 1792 erbaute Kirche wurde wegen ihrer Stuckarbeiten an der
    Kanzel unter Denkmalschutz gestellt. Einen reizvollen Anblick
    bietet auch der Dorfbrunnen.


Touren

Fahrradtouren:
T12 - mit dem Fahrrad
Vier-Täler-Tour nach Heidenheim
T14 - mit dem Fahrrad
Vom Brenztal ins Egautal über den Albuch ins Eybachtal
und der Fils entlang
T15 - mit dem Fahrrad
Von Brenz und Lone ins Geissentäle und über die Filsalb
ins Filstal
T16 - mit dem Fahrrad
Von der Brenz über den Albuch ins Filstal und über die
Voralb nach Göppingen



Gastlichkeit Informationen

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Freizeit

  • Ein dichtes Wanderwegenetz durchzieht die Wald- und
    Heideflächen der Gemarkung Gerstetten.
    Im Winter werden zahlreiche Loipen gespurt und am Gerstetter
    Skihang im Greut gibt es beste Abfahrtsmöglichkeiten für die
    Wintersportfreunde.
  • Zur gemütlichen Einkehr laden gastronomische Familienbetriebe in
    allen Teilorten und der Muttergemeinde ein.
  • Die über 60 Vereine bieten unter anderem Freizeitsport vom Tennis  
    über Reiten bis hin zum Schießsport.


Info

Bürgermeisteramt
Wilhelmstraße 31
89547 Gerstetten

TEL: 07323/84-0
FAX: 07323/84-18
E-Mail: rathaus@gerstetten.de
http://www.gerstetten.de