Ortsinformation
Lorch
Die Stauferstadt Lorch mit ihren 35
Stadtteilen und Wohnplätzen liegt am
geographischen Mittelpunkt der Rems
an der engsten Stelle des Remstals in
herrlicher, erholsamer Landschaft.
Am nördlichen Stadtrand beginnt der
Naturpark Schwäbisch-Frankischer Wald,
während im Süden der Schurwald angrenzt
und der Blick bis zu den zur Schwäbischen
Alb gehörenden drei Kaiserbergen
Hohenstaufen, Rechberg und
Stuifen reicht.
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Das einstige Benediktinerkloster (um 1100) weithin sichtbar auf einem
Bergrücken war Hauskloster und Grablege der Staufer. Im Jahre 1102 stifteten
Herzog Friedrich I von Schwaben und seine Gemahlin Agnes, die salische
Kaisertochter, das Benediktinerkloster Lorch und bestimmten es zur
Grabstättedes staufischen Geschlechts. 150 Jahre lang wurden im Stift im
Tal und danach im Kloster Angehörige der Staufer beigesetzt.
Die bekannteste Tote war Irene Maria von Byzanz, die Tochter des
oströmischen Kaisers. Am Ende der Stauferzeit kam Lorch 1251 zu
Württemberg. Im Bauernkrieg 1525 wurde das Kloster geplündert und
angezündet. 10 Jahre später erfolgte die Einführung der Reformation.
Um 1470 wurde die romanische Klosterkirche durch einen gotischen Chor
verlängert. 1475 erfolgten die Öffnung der Staufergräber und die
Beisetzung der Gebeine in einer Tumba im Mittelgang der Kirche.
Eine Dauerausstellung informiert Sie anschaulich über 900 Jahre
Klostergeschichte, das farbenprächtige Staufer-
Rundbild im Kapitellsaal des Klosters erzählt lebendig und mit viel
Humor die Geschichte des Staufergeschlechts und die
Stauferfalknerei vor den Toren der Klosteranlage zeigt frei fliegende
Falken, Adler und andere Greifvögel vor der romantischen
Aussicht auf die drei Kaiserberge.
Inmitten des ehemaligen römischen Kastells steht die evang. Stadtkirche. Hier
soll bereits im 6. Jahrhundert eine Urkirche gestanden haben. Um das Jahr
1060 wurde die Lorcher Kirche in ein Chorherrenstift umgewandelt,
das bis 1327 bestand. Die ersten Staufer fanden zunächst
hier ihre letzte Ruhestätte, bevor König Konrad III. die Gebeine
seiner verstorbenen Vorfahren 1140 ins Kloster überführen ließ.
Der heutige Kirchenbau stammt aus der Zeit von 1460 bis 1500.
Unweit der Klosteranlage erinnert die Rekonstruktion eines Wachtturmes
an die römische Vergangenheit der Stadt.
Lorch war Geburts- und Wohnort berühmter Menschen:
1561 wurde hier der Theologe Matthias Hafenreffer geboren, der als Probst
und Kanzler starb. 1668 kamen hier der spätere Professor der
Philosophie und Kanzler Joh. Eberhard Rösler, und 1762 Karl
Phillipp Konz Professor der Literatur und Freund Schillers, zur Welt.
In der Zeit von 1763-1766 war die Klosterstadt Heimat des großen
Dichters Friedrich Schiller. 1867-1869 hat sich der schwäbische
Dichter Eduard Mörike aus Stuttgart als Luftkurgast in Lorch
aufgehalten. Zu seinem Gedenken wurde vor dem Haus,
das er bewohnte, eine Bronzestatue der Künstlerin
Maria Kloss aufgestellt.
Im Jahr 1885 wurde in Lorch der in den USA berühmt gewordene
Bildhauer Friedrich Schweigardt geboren und
die Schriftstellerin Lise Gast (1908-1988) lebte und arbeitete
über viele Jahre hinweg in Lorch.
Sehenswert
- Kloster Lorch mit dreischiffiger Pfeilerbasilika,
Klausur, Refektorium, Kapitellsaal und Marsiliusturm
im romanischen Stil mit gotischem Chor.
- Stauferrundbild des Lorcher Künstlers Hans Kloss.
- Stauferfalknerei.
- Limes (Deutsche Limesstraße).
- Der römische Grenzwall mit rekonstruiertem römischen
Wachtturm beim Kloster.
- Evangelische und katholische Stadtkirche.
- Schillerhaus und Mörikehaus in der Stadtmitte.
- Schwäbische Dichterstraße.
- Ehemaliges Rathaus aus dem Jahre 1686.
- Altes Pfarrhaus aus dem Jahre 1679.
- Fachwerkhäuser der Innenstadt.
- Schelmenklinge und Schillergrotte.
- Schulgelände am Schäfersfeld (architektonisch eigenwillige
Stahl-Glas-Konstruktion).
- Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald.
- Straße der Staufer mit idyllischen Wanderwegen entlang der
geschichtlichen Strecke.
Veranstaltungen
- Lorcher Löwenmarkt.
Das 3-tägige Stadtfest bringt
Begeisterung bei jung und alt und
ist weit über die Stadtgrenzen
hinaus bekannt und beliebt.
- Historischer Staufermarkt im Kloster Lorch.
Seit 2007 findet immer am 3. Wochenende im September der
historische Staufermarkt mit
Schwertkämpfen, Heerlager, mittelalterlichem Handwerk,
Klosterführungen und zünftiger Verpflegung statt.
Touren
Fahrradtouren:
T07 - Mit dem Fahrrad
Der Rems entlang zum Kloster Lorch und
über den Schurwald ins Filstal
T09 - mit dem Fahrrad
Vom Filstal über den Schurwald zum Wäscherschloß
und ins Remstal
Wandertouren:
R 12 - zu Fuß
R 13 - zu Fuß
R 14 - zu Fuß
Gastlichkeit Informationen
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Freizeit
- 4 Hauptwanderwege des Schwäbischen Albvereins kreuzen
sich in Lorch.
Der Remstal-Höhenweg und der Limeswanderweg
vervollständigen das Wanderangebot.
Bei der Stadtverwaltung erhalten Sie
gezielte Informationen über mehr
als 1.000 km Wanderfreuden auf
überregionalen Wegen.
Ferner führen gut ausgebaute Rad- und
Wanderwege in herrlicher Landschaft, in der Grill- und
Wanderspielplätze auf Sie
warten, durch die Region.
- Laufen: Auf dem Waldsportpfad am Haldenberg.
- Angeln und Badevergnügen: An den Badeseen in Waldhausen.
- Golf: Golfplätze Hetzenhof und Haghof.
- Tennis: Tennisplätze in Lorch und Waldhausen sowie eine
Tennishalle warten auf Sie.
- Radfahren: Entlang der Rems an der Remstal-Radroute mit einem
Abstecher über die Stauferschleife.
Info
Stadtverwaltung
Hauptstraße 19
73547 Lorch
Tel. 07172 /1801-0
Fax 07172/ 1801-59
www.stadt-lorch.de
tourist@stadt-lorch.de