Tourenplan - Autotouren
Route 1
Die Tour der Stammväter, Die Wiege der Staufer
Wäschenbeuren - Adelberg - Faurndau - Bad Boll - Göppingen - Hohenstaufen |
 |
Wegbeschreibung
Die Route beginnt beim Wäscherschloss, auch Burg Büren genannt. Es gilt
zusammen mit dem Ort Wäschenbeuren als die Wiege des Staufergeschlechts.
Dort lebten die Burgeigentümer, die Herren von Büren, bevor sie im
11. Jahrhundert auf den Gipfel des Hohenstaufen zogen und sich nach der
dort erbauten Burg "von Hohenstaufen" benannten.
Vom Wäscherschloss aus führt die Straße der Staufer in Richtung Göppingen nach Birenbach. Die barocke Wallfahrtskirche "Zur schmerzhaften Muttergottes", die auf einer Anhöhe im Ortszentrum liegt, ist von hohem kunsthistorischem Wert. |
 |
Nach Birenbach trennt sich die Straße der Staufer von der B 297 und führt
nach rechts in Richtung Schorndorf auf die Höhen des Schurwaldes. Dort
liegt das Kloster Adelberg. Die Klosteranlage stammt aus der zweiten Hälfte
des 12. Jahrhunderts und wurde von einem nahen Verwandten des
Stauferkaisers Barbarossa gestiftet. Durch seine enge Beziehung zu den
Staufern erhielt das Kloster zahlreiche Güter und Privilegien übertragen.
In der Klosterkapelle ziehen vor allem der um 1511 entstandene Flügelaltar
und ein Bilderzyklus, der die Gründungsgeschichte des Klosters dokumentiert,
die Blicke der Besucher an.
Weiter geht es in Richtung Schorndorf über Oberberken nach Faurndau.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Tals ist bereits Schloss Filseck
zu sehen. Der ausgeschilderte Weg zum Schloss führt an einer
spätromanischen Basilika vorbei.
Die Basilika stammt aus der Zeit um 1200. Diese dreischiffige Stiftskirche
besitzt einen dominierenden Turm über der Westfassade, typisch für die
spätstaufische Architektur.
Die Basilika ist reich an äußerem Skulpturenschmuck _ schlicht dagegen im
Inneren: Hohe Triumph- bogen und wuchtige Säulen und Seitenwände
vermitteln einen Eindruck des romanischen Kirchenbaus. Pflanzenornamente
und verzierte Kapitelle verraten bereits die Frühgotik, ebenso wie Fresken in
Chor und Apsis, die aus der Zeit um 1300 stammen.
Bis zum Schloss Filseck oberhalb Faurndaus sind es nur wenige Minuten.
Es wurde vor einigen Jahren wieder aufgebaut und beherbergt seither die
Dauerausstellung Strahlendes Mittelalter die Kunst der Buchmalerei.
Außerdem ist im Schloss das Kreisarchiv untergebracht.
Wieder in Faurndau auf der Straße der Staufer geht die Fahrt weiter in
Richtung Boll. In der alten Kirche in Jebenhausen, die auf der rechten
Straßenseite liegt, ist das Jüdische Museum untergebracht. Es dokumentiert
die fast 170-jährige Geschichte der jüdischen Gemeinden von Jebenhausen
und Göppingen und ist das erste seiner Art in Baden- Württemberg.
Boll ist der südlichste Punkt dieser Route. Dort befindet sich die Evangelische
Akademie, die zu vielen Themen des täglichen Lebens Veranstaltungen bietet.
Man gelangt dorthin, indem man in Richtung A8 fährt und kurz nach dem
Ortsausgang links abbiegt.
Nicht weit von hier befindet sich auch das Thermalbad. Das seit 1477
bekannte heilkräftige Schwefelbad wurde als Wunderbad gepriesen.
Aufgrund seiner Schwefel- und Thermalquellen ist der Ortsteil Bad Boll als
Kur- und Erholungsort bekannt. Der Besuch ist ein entspannendes Erlebnis
für Jung und Alt.
Zurück auf der Straße der Staufer führt die Route über Dürnau und Heiningen
nach Göppingen. Dort weist ein Schild den Weg zum Märklin-Museum.
Der weltbekannte Hersteller von Modelleisenbahnen zeigt auf einer Fläche
von über 420 m2 Spielzeugträume, die jedes Besucherherz höher schlagen
lassen. Über 900 Exponate zeigen die Entwicklung der Modelleisenbahn von
1891 bis heute. Daneben ist historisches Blechspielzeug und vieles mehr
zu bestaunen.
Wieder zurück in der Realität fuhrt die Route in die Innenstadt Göppingens,
die von klassizistischer Architektur geprägt ist.
Die gotische Oberhofenkirche ist das älteste Bauwerk der Stadt. Sie wurde
1436 auf den Fundamenten eines romanischen Vorgängerbaus errichtet und
wird von einem Fresko aus dem 15.Jahrhundert geschmückt, das die Burg
Hohenstaufen zeigt. Von den verheerenden Stadtbränden verschont blieb
auch das heutige _Museum im Storchen_ im Süden der Altstadt. Hier sind
bedeutende Originale und Nachbildungen zur Geschichte, Kunst und Kultur
der Staufer ausgestellt, z. B. der Cappenberger Barbarossakopf.
Von der Innenstadt Göppingens geht es weiter in Richtung eines der Drei-
Kaiser-Berge, dem Hohenstaufen, an dessen Fuß der gleichnamige Ort liegt.
Zur Linken sind dort die Barbarossa-Kirche und der Dokumentationsraum für
staufische Geschichte zu finden.
Die Burg Hohenstaufen, der Stammsitz des Staufergeschlechts, stand auf
diesem Berg. Nach dem Untergang der Staufer brannten Bauern die Burg
1525 ab. Die Steine wurden zum Bau des Göppinger Renaissance-
Schlosses wieder verwendet. Heute sind auf dem Berg Rekonstruktionen
der Burg zu sehen.
Hier in unmittelbarer Nähe zum Ausgangspunkt des Wäscherschlosses endet
die erste Tour durchs Stauferland.
Links
BörtlingenBad BollGöppingenWangen