Tourenplan - Wandertouren
R 03 - zu Fuß
Heidenheim/Brenz - Wental - Bartholomä
- Bärenberg - Rosenstein - Heubach
28 km, Zeit: 8 - 8 1/2 Std. |  |
Wegbeschreibung
Diese Wanderstrecke kann aufgeteilt werden: Übernachtung entweder in der
Wentalgaststätte, oder in Bartholomä. Man kann aber auch durchziehen über
den Rosenstein bis nach Heubach zur Übernachtung.
Der Start der Wanderung erfolgt beim
Bahnhof der Stadt Heidenheim (490 m).
Aus dem Gebäude tretend, gehen wir
sofort rechts und danach links durch die
"Kurt-Bittel-Straße" (Markierung Rotstrich
HW 4 Main-Donau-Bodensee-Weg).
Anschließend schreiten wir rechts durch
die "Karlstraße" (2. Straße rechts) und
durch die "Schnaitheimer Straße", um
dann links die "Ziegelstraße" aufwärts
Richtung Waldorfschule zu gehen.
Danach benützen wir den Fußweg weiter
aufwärts. In Kürze erreichen wir die
Höhe nahe des Naturfreundehauses
"Hahnenschnabel". |  |
Von dort aus erschließt sich ein schöner Ausblick auf die Stadt Heidenheim,
zum beherrschenden Schloß "Hellenstein" und auf die gegenüberliegenden
Waldhänge des Härtsfeldes.
Wir gehen hier links auf dem Sträßchen weiter und später auf dem Weg direkt
am Waldrand entlang (rechts liegt der Waldfriedhof). Dann kommen wir zur
"Zanger Straße", welche wir unterqueren. Mit Rotstrich wandern wir nun
durch die Wälder dahin, immer im Bereich der "Zanger Straße". Während
dann der mit gelbem Dreiblock markierte Wanderweg von Schnaitheim nach
Steinheim kreuzt, folgen wir weiterhin dem Rotstrich (Mähderweg).
Diese Markierung Rotstrich verläßt uns später rechts Richtung Königsbronn,
während wir hier mit gelbem Dreieck geradeaus weitergehen. Später
überqueren wir die Straße zwischen Königsbronn und Steinheim und folgen
weiter dem gelben Dreieck. Bald endet der Wald und wir gehen kurz rechts
an dessen Rand entlang. Dann überqueren wir links eine weite Hochfläche
mit dem Königsbronner Teilort Zang (670 m).
Diese ehemalige Holzfällersiedlung hat sich im Laufe der Jahre zu einem sehr
beliebten Wohnsitz entwickelt (dort könnte auch übernachtet werden).
Bei der Waldecke wandern wir links mit gelbem Dreieck in den Wald Richtung
Wental-Schutzhütte (Albvereinsweg). Wir wandern nun durch wunderschöne
Wälder dahin, deren leises Raunen wie Musik erklingt. Nach ca. 3 km
erreichen wir die Straße zwischen Bartholomä und Steinheim.
Doch kurz vor der Straße weist uns eine Tafel mit gelbem Dreieck rechts
Richtung Wental-Schutzhütte. Schon nach wenigen Minuten gehen wir links
fast weglos hinüber zur Straße, überqueren diese und wandern auf stillen
Pfaden durch die weiten, einsamen Wälder zur Wental- Schutzhütte, welche
wir am Hang abwärtssteigend erreichen (zuvor könnte man rechts als
Abstecher eine kleine Höhle besuchen). Die Wental-Schutzhütte steht im
Grund des Wentals und ist von mächtigen Felsen umstanden. Das Wental
wurde einst von einem Wasserlauf durchströmt, dem Wedel oder Wentel.
Sein Quellgebiet lag im heute als Naturschutzgebiet ausgewiesenen
Moorgebiet "Weiherwiesen" nordöstlich von Bartholomä.
Als die Alb vor ca. 150 Mio. Jahren verkarstete, versickerte das Wasser
vollständig und es blieben die seltsam geformten Dolomitfelsen zurück, denen
wir im Wental begegnen. Von der Wentalschutzhütte wandern wir nun mit g
elbem Dreieck talaufwärts Richtung Bartholomä. Plötzlich zeichnet sich - wie
hingezaubert - die stolze Silhouette der Königin des Wentals in den Himmel -
die Silhouette vom Wentalweible. Der Sage nach lebte in den Hungerjahren
1816 und 1817 in Steinheim eine Krämerin, die sich meisterhaft aufs
Hamstern verstand. Ihre Waren verkaufte sie nicht nur zu Wucherpreisen,
sondern sie fälschte auch noch Maß und Gewicht. Diese Betrügereien
wurden aber eines Tages entdeckt und sehr schwer bestraft.
Aus Reue über ihre Taten stürzte sich die Krämerin im Wental von einem
Felsen hinab. In stürmischen Nächten soll ihr ruheloser Geist auch heute
noch im Wental "umgehen".
Auf einem Lehrpfad setzen wir unseren Weg mit gelbem Dreieck talaufwärts
fort und schreiten bald auf heimlichem Waldgrund dahin, vorbei an vielen
verzaubert erscheinenden Winkeln und an Felsformationen mit so
beziehungsreichen Namen wie Bischofshut, Nilpferd, Sphinx, Ruinen, Rondell,
Spitzbubenstadel. Dann kommen wir zur Wentalgaststätte an der
Steinheimer Straße. Montags Ruhetag. Die Wanderzeit beträgt bis hierher
ca. 4 Stunden, Streckenlänge: 15 km.
Bei der Wentalgaststätte überqueren wir die "Steinheimer Straße" und
wandern durch das großartige "Felsenmeer" mit seinen bizarren
Dolomitgestalten. Wir schreiten später durch das flacher werdende Hochtal
weiter aufwärts und kommen nach Bartholomä (645 m). Der sehr
geschichtsträchtige Ort hieß früher Laubenhart und ist seit Dezember 1991
"Staatlich anerkannter Erholungsort". Wir wandern zunächst mit gelbem
Dreieck durch die Hauptstraße und biegen bei der "Krone" rechts ein in die
"Beckengasse". Gegenüber vom Rathaus bzw. der katholischen Kirche
schwenken wir links in die "Brunnenfeldstraße" (Turnerheim und
Haus "Anita" bleiben rechts drüben), welche uns bis an den Fuß des
Bärenberges heranbringt. Wanderzeit ab Heidenheim bis
Ortsmitte Bartholomä: 5 Std., Streckenlänge: 19 km.
Mit gelbem Dreieck überqueren wir den 755 Meter hohen
Bärenberg (Feuersteinlehm) und erreichen einen Rastplatz.
Über das vor uns liegende Lauterburg hinweg öffnet sich ein prächtiger
Blick hinaus ins Land. Vom Rastplatz wandern wir links weiter Richtung
Rosenstein-Heubach. Vorbei am Kinderfestplatz und am 165 Meter hohen
Fernsehturm kommen wir zum Waldparkplatz. Von hier geht's mit rotem
Dreieck weiter Richtung Ruine- Waldschenke.
Bei der Wegkreuzung an der Waldabteilung "Schloßberg" können wir
entscheiden, ob wir die ca. 45 minütige Randwanderung
(mit rotem Dreierblock) mit tollen Höhlen und Aussichtsfelsen unternehmen
wollen, oder ob wir links direkt zur Waldschenke bzw. zum Lärmfelsen und
zur Ruine gehen wollen (die Randwanderung ist unbedingt empfehlenswert;
hierbei wird auch der mit 735 m höchste Punkt des Rosensteins berührt).
Vom Lärmfelsen schweift der Blick über die Dreikaiserberge und den
Stuttgarter Fernsehturm bis in den Schwarzwald und in den Schwäbischen
Wald. Eine Tafel an der Ruinenmauer im Innenhof erklärt uns in kurzem
Abriß die Geschichte der Burg Rosenstein (Zugang zur Ruine über den mehr
als 100 Jahre alten Steg). Von der Ruine steigen wir links auf dem
"Franz-Keller-Weg" mit rotem Dreieck abwärts - vorbei am gähnenden Eingang
zur "Kleinen Scheuer" und kommen so nach Heubach hinab, dem malerischen,
alten Städtchen unterm Rosenstein, Zentrum der Deutschen Miederindustrie,
in dem übernachtet werden kann.
Wanderzeit von der Wentalgaststätte bis Heubach Marktplatz 3 1/2 - 4 Std.,
Streckenlänge: 13 km.
Einkehrmöglichkeiten
Zang (als Abstecher), Wentalgaststätte, Bartholomä,
Waldschenke auf dem Rosenstein, Heubach.
Links
BartholomäHeidenheimHeubach