Tourenplan - Wandertouren
R 04 - zu Fuß
Heidenheim/Brenz - Abzweigung
Schnaitheim/Steinheim - Schäfhalde -
Steinheim a. Albuch - Sontheim i.
Stubental (Meteorkratermuseum) -
Steinhirt - Steinheim a. Albuch -
Hirschtal - Wental
19 km, Zeit: 5 1/2 Std. |  |
Wegbeschreibung
Diese Tour dürfte ganz besonders die geologisch interessierten
Wanderfreunde ansprechen. Nachdem zuvor bei einem kleinen Rundgang die
Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigt wurden, starten wir zu unserer
Wanderung beim Bahnhof von Heidenheim (490 m). Von dort wandern wir
zunächst genau so wie in Nr. 3 beschrieben und zwar bis zum Erreichen
des Fahrweges, der von Schnaitheim mit gelbem Dreiblock nach
Steinheim a. Albuch führt. Die Markierung Rotstrich verläßt uns hier nach
rechts, um gleich darauf links weiterzuführen.
Wir folgen an dieser Stelle der Markier-
ung gelber Dreiblock links durch den
Wald. Bei der baldigen Wegegabel an
der Waldabteilung "Tongrube" wandern
wir rechts auf dem Fahrweg mit gelbem
Dreiblock weiter. An der späteren fünf-
fachen Wegkreuzung gehen wir an der
Waldabteilung "Burg" geradeaus (auch
Radweg). Dann ist der Wald zu Ende
und links voraus dehnt sich die wunder-
schöne Steinheimer Heide an der Schäfh
alde mit dem Segelfluggelände (644 m). |  |
Unter uns aber erkennen wir das fast
kreisrunde Steinheimer Becken, welches vor ca. 14,7 Mio. Jahren durch
einen Meteoriteneinschlag entstand und in dem die stattliche Gemeinde
Steinheim a. Albuch liegt. Ehe wir nun nach Steinheim hinabwandern,
gehen wir links als Abstecher hinüber zur nahen, prachtvoll gelegenen
Gastwirtschaft "Heiderose" direkt am Waldrand.
Von der Heiderose schreiten wir dann zurück zum markierten Weg und
folgen dem Asphaltsträßchen links mit gelbem Dreiblock durch ein sehr
schönes Tal hinab nach Steinheim a. Albuch (540m). Die eigentliche
Besonderheit des inmitten einer herrlichen Landschaft gelegenen Dorfes
liegt im geologischen Ursprung des Steinheimer Beckens verborgen
(wie bereits vorst. erwähnt). Charakteristisch aber erhebt sich im
Steinheimer Becken der Zentralhügel des Kraters, auf dem sich einst ein
Kloster befand und wo heute eine Heimatstube interessierte Besucher
erwartet.
Gleich nach dem Ortsbeginn von Steinheim verlassen wir die markierte
Route und biegen links in die "Wielandstraße" ein. Beim Gebäude Nr. 20
gehen wir ganz kurz links und biegen rechts in den "Theodor-Storm-Weg".
Beim Gebäude Nr. 11 folgen wir dem Fußgängerweg und kommen gleich
zur Straße nach Heidenheim (Hellensteinstraße), der wir links
entlangschreiten. Im baldigen Linksbogen der Straße biegen wir rechts ein
auf den landwirtschaftlichen Fahrweg. Gleich kreuzen wir den rechts zum
Zentralhügel führenden "Geologischen Wanderweg" (links die Tafel Nr. 13
"Im Ried") und folgen dem Sträßchen rechts hinüber in den nahen Steinheimer
Ortsteil Sontheim i. Stubental. Im Ort gehen wir auf dem "Burgstallweg" dahin
(rechts ganz nahe das Meteorkratermuseum), gleich wieder mit gelbem
Dreiblock, und kommen nach wenigen Minuten zum Fuß des steil und felsig
ansteigenden Burgstalls (520 m). Und hier beginnt links aufwärtssteigend -
dem roten Pfeil nach - der "Geologische Wanderweg durch das Steinheimer
Becken". Wer sich den Besuch des Meteorkratermuseums eventuell bis zum
Schluß des Tages aufsparen will, hat nun die Möglichkeit, den "Kleinen
Geologischen Wanderweg" mit 6 km Wegstrecke oder aber den "Großen
Geologischen Wanderweg", mit 9 km Wegstrecke zu begehen. Die Markierung
in der Natur ist der Tafel 1 zu entnehmen. Die Streckenführung ist bequem
begehbar und mit vielen Informationstafeln versehen. Der "Geologische
Wanderweg" endet beim Meteorkratermuseum. Die Wanderzeit vom Bahnhof
Heidenheim bis zu dieser Tafel 1 beträgt 2 1/2 Std., Streckenlänge 9 km.
Wir gehen dann hinüber zum Meteorkratermuseum, dessen Besuch geradezu
Pflicht ist. Schließlich erfahren wir dort hochkarätige Informationen, nicht nur
über die Entstehung des Steinheimer Beckens, sondern auch über die
Entstehung der Erde und das Erscheinen des Menschen! Es besteht die
Möglichkeit, die geologischen Informationsangebote voll auszuschöpfen und
dann im nahen Sontheimer Wirtshäusle oder aber in Steinheim selbst zu
nächtigen und die Wanderung ins Wental erst am anderen Tag fortzusetzen,
wie nachstehend beschrieben.
Aus dem Museum tretend, folgen wir dem gelben Dreiblock rechts und gehen
nach dem Brunnen wiederum rechts durch den "Haldeweg". Nach Ortsende
steigen wir bei der einzelnen Scheuer geradeaus hinauf zum
Steinhirt (579 m). Bei dem einzelnen Felsriff sollten wir unbedingt die
Tafel Nr. 15 beachten. Rechts des mächtigen Felsens folgen wir dem
Fußweg und kommen an der "Lettenhülbe" vorbei (Naturdenkmal, Standort
des seltenen Fieberklees). Wir wandern mit gelbem Dreiblock weiter und an
der Kleingartenanlage "Himmelstoß" vorüber. Dann kommen wir links hinüber
zum markanten Ehrenmal und gehen auf dem Fußweg rechts mit gelbem
Dreiblock abwärts nach Steinheim und weiter zur Ortsmitte.
Bei der Einmündung der "Spitalstraße" in die Hautstraße gehen wir kurz links
und biegen mit gelbem Dreiblock ebenfalls links ein in die "Kappelstraße"
Richtung Wental-Felsenmeer. Die Wanderzeit bis hierher beträgt ab Bahnhof
Heidenheim ca. 3 1/2 Std., Streckenlänge 11 km.
Nach dem Ortsende erreichen wir bereits den Beginn des Hirschtals und
seiner prachtvollen Landschaft. Später weichen wir von der nach
Gnannenweiler bzw. Neuselhalden hinaufziehenden Fahrstraße rechts ab
und wenden uns dem enger werdenden Tal zu. Beim Wanderparkplatz
passieren wir den imposanten sagenumwobenen Hirschfelsen.
Dann kommen wir hinauf zum "Staudamm Wental", der 1958 zur Bändigung
von Schmelzwasserfluten erbaut wurde. Hier nun erlebt man in eindringlichen
Bildern "Natur pur". Nach einer Wegbiegung durchschreiten wir das sanfte,
einschmeichelnde Gnannental mit seiner anmutigen Linienführung. Ab der
Informationstafel "Entstehung des Wentals" beginnt dann sofort jene
Felsendramatik, durch welche dieses Hochtal weithin bekannt wurde.
Diese Felsenlandschaft setzt sich fast ununterbrochen fort bis ins Felsenmeer
bei der Wentalgaststätte. Bald sind wir bei der einsamen Wentalschutzhütte
angelangt, wo von rechts der direkte Wanderweg von Heidenheim einmündet.
Der weitere Weg talaufwärts bis zur Wentalgaststätte bzw. weiter nach
Bartholomä und Heubach ist in Nr. 3 beschrieben. Die Wanderzeit von
Steinheim/Kappelstraße bis zur Wentalgaststätte beträgt ca. 2 Std.,
Streckenlänge ca. 8 km.
Einkehrmöglichkeiten
"Heiderose" Fr. und Mo. ab 12 Uhr, Sa. ab 10 Uhr, So. und F. ab 9 Uhr,
Sontheim, Steinheim, Himmelstoß von 15 bis 22 Uhr (Mo. und Di. Ruhetag),
Wentalgaststätte (Übernachtungsmöglichkeit).
Links
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