Tourenplan - Wandertouren
R 06 - zu Fuß
Oberkochen - Volkmarsberg -
Tauchenweiler - NSG Weiherwiesen -
Lauterburg - Rosenstein - Heubach
18 km, Zeit: 4 1/2 - 5 Std. |  |
Wegbeschreibung
In der Stadt Oberkochen gehen wir nach der Kochertal-Apotheke rechts in
die "Dreißentalstraße" und folgen der Markierung roter Dreiblock Richtung
Volkmarsberg. Nach den Gebäuden der Firma Zeiss biegen wir rechts ein in
den "Turmweg". Gleich passieren wir das Gasthaus Muckenthaler und
steigen nun steiI bergan.
Bald nach der Sonnen-
bergschule überqueren wir die "Pano-
ramastraße" und gehen weiter aufwärts.
Wenig später geht's die Treppen hinauf
zum Wald. Dort steigen wir auf dem
Zickzack-Weg durch den prächtigen
Buchenwald empor zum 743 Meter hohen
Volkmarsberg (bereits seit 1935 als
Naturschutzgebiet ausgewiesen). Auf der
Bergspitze steht die schöne Schutzhütte
des Schwäbischen Albvereins Oberkochen
und der 23 Meter hohe Aussichtsturm,
der eine sehr eindrucksvolle Rundsicht
bietet. |  |
Diese reicht bis ins Ellwanger Bergland und in den Schwäbischen Wald
sowie übers Härtsfeld und das Auf und Nieder der Albuchwälder hin.
Bei günstiger Witterung sieht man über den Talpaß zwischen Kocher und
Brenz hinweg sogar die Alpen.
Vom Turm folgen wir der Markierung rotes Dreieck (HW 1) den Fahrweg
abwärts. Vorbei am mehrstämmigen Naturphänomen "Mutterbuche"
schwenken wir rechts mit rotem Dreieck auf den Fahrweg Richtung
Rosenstein-Tauchenweiler ein. Nun beginnt eine großartige Waldwanderung
durch die weiten, stillen Wälder des Albuch dahin, stets fürsorglich geleitet
von der Markierung rotes Dreieck.
Ca. 45 Minuten ab Volkmarsberg erreichen wir die einsame Gastwirtschaft
Tauchenweiler (689 m, Europäische Wasserscheide) inmitten einer weiten
von mächtigen Wäldern umschlossenen Lichtung. Als Abstecher könnte man
hier eine erste Rast einlegen und unter den alten Kastanien den Ostalbwind
belauschen. Von Tauchenweiler gehen wir kurz zurück zur Nordrandlinie
und gleich links mit rotem Dreieck weiter auf dem HW1 Richtung
Heubach-Weißenstein bzw. Richtung Lauterburg-Rosenstein.
Bald sind wir wieder im Wald. Nach der Rechtsabzweigung nach Essingen
kommen wir an der Waldabteilung "Obere Eisengrube" zu einer markanten
Weggabel, wo wir die markierte Route für einige Zeit verlassen und links
unmarkiert dem Waldweg folgen. In Kürze weist uns ein Wegschild rechts
zum Moorsee im bekannten Naturschutzgebiet "Weiherwiesen", dem einstigen
Quellgebiet des urzeitlichen Wentalflusses.
Hier wurden im Laufe von Jahrmillionen Feuersteinlehme in die flachen Mulden
gespült, wobei die Muldenböden und die Ränder mit diesen
wasserundurchlässigen Lehmen überzogen worden sind. Auf diesem
nassen, versauerten Boden konnte so im Laufe der Zeit das Feuchtgebiet
der Weiherwiesen entstehen. Zauberhaft die Flora hier mit Trollblumen,
Orchideen und gelben und blauen Schwertlilien. Der heutige Weiherbach
versickert übrigens nach kurzem Lauf in einer Doline unweit des von uns
zuvor verlassenen Fahrweges.
An der Waldecke folgen wir dem Weg zwischen den beiden Moorseen rechts
zum Waldrand, wo wir wiederum den mit rotem Dreieck markierten
HW 1 erreichen. Ihm entlang wandern wir nun links Richtung Lauterburg.
Schließlich endet der Wald und wir schreiten auf dem Fahrweg geradeaus
und hinüber in den Essinger Ortsteil Lauterburg (671 m). Links drüben der
langgestreckte Bärenberg und die Aibuchgemeinde Bartholomä.
Kurz vor Lauterburg passieren wir einen Spielplatz mit einer Feuerstelle
und einem überdachten Rastplatz. Anschließend gehen wir mit rotem Dreieck
links weiter Richtung Lauterburg- Rosenstein-Heubach. Rechts drüben der
mächtige Ostfelsen vom Rosenstein. In Lauterburg wandern wir zunächst
die Albuchstraße abwärts. In der Rechtskehre der Straße biegen wie erneut
von der markierten Strecke ab und unternehmen durch die "Bäckergasse"
rechts abwärts einen Abstecher zur Ruine Lauterburg.
Die sagenumwobene Ruine steht auf einern schmalen Bergsporn hoch
überm Wäschbachtal. Die heutigen Traurigkeit verströmenden Ruinenreste
stammen von der 1594 erbauten und 1732 abgebrannten Lauterburg.
Nachdem wir noch einen Blick in die evangelische Kirche geworfen haben,
wandern wir durch die "Bäckergasse" zurück und bald aufwärts bis zur
Einmündung des zuvor verlassenen, mit rotem Dreieck markierten
Wanderweges. Hier biegen wir rechts ein in den "Heubacher Weg",
Richtung Rosenstein-Heubach bzw. Schützenhaus. Rechts drüben der
dichtbewaldete, fast abweisende Mittelberg. Gleich hinter Lauterburg
passieren wir das Schützenhaus und wandern auf dem Fahrsträßchen
zum Wald hinüber.
Bei Waldeintritt könnte man einen Abstecher unternehmen nach rechts zur
"Teufelsmauer" auf dem Mittelberg. Der ca. 400 m lange Ringwall aus der
Hallstattzeit riegelt den nördlichen Teil des Mittelbergs gegen das südliche
Hinterland der Alb ab. Wir aber wandern auf dem HW 1 mit rotem Dreieck
weiter Richtung Rosenstein-Heubach, wobei wir gleich den 165 m hohen
Heubacher Fernsehturm zu Gesicht bekommen.
Schließlich kommen wir zum Waldparkplatz Rosenstein, der lediglich aus
Richtung Heubach über eine schmale Bergstraße angefahren werden darf.
Die Weiterwanderung zum Rosenstein incl. Randwanderung und nach
Heubach ist in Nr. 3 beschrieben.
Einkehrmöglichkeiten
Schutzhütte auf dem Volkmarsberg Sa. ab 13 Uhr, So. und F. ab 9 Uhr,
Tauchenweiler (Do. Ruhetag), Lauterburg, Schützenhaus (Do. Ruhetag),
Waldschenke Rosenstein, Heubach.
Hinweis für Limes-Interessente: Von Heubach könnte man mit dem Bus
nach Böbingen fahren (Haltestelle Bäckerei Reiner). Von hier erreicht man
in ca. 10 Min. über die Römerstraße die konservierten Teile des ehem.
römischen Kastells und Lagerdorfs Böbingen (mit umfassender
Informationstafel). Im kaum Steinwurf entfernten "Schweizerhof" besteht
Übernachtungsmöglichkeit (Dienstag). In diesem Falle kann man am
anderen Morgen wiederum mit dem Bus von Böbingen nach Heubach fahren
und von dort zur Weiterwanderung starten.
Links
Heubach