Stauferland

 

Tour der Freiheit: Abenteuer und Erholung in der Natur

Böhmenkirch - Nenningen - Donzdorf - Salach/Staufeneck - Geislingen - Waldhausen - Böhmenkirch

Route 3Wegbeschreibung

Startpunkt dieser Route ist Böhmenkirch. Die umliegenden romantischen Täler mit ihren Natur- und Landschaftsschutzgebieten sind für jeden Wanderer und Radfahrer ein Genuss.

Über die B 466 führt die Straße der Staufer nach Weißenstein, vorbei am Schloss, das sich an den Berg schmiegt. Es stammt aus dem 17. Jahrhundert und beherbergt heute ein Institut für wissenschaftliche Fotografie.

Nach Weißenstein bietet sich die Möglichkeit, einen Ausflug nach Degenfeld zu unternehmen. Das Ski-Gebiet ist nicht nur im Winter einen Besuch wert - auch im Sommer kann man hier Skispringer erleben, die von zwei Mattenschanzen springen.

Wieder zurück auf der Straße der Staufer führt der Weg nach Nenningen. In der Friedhofskapelle am Ortsende ist eine lebensgroße Pieta untergebracht. Sie stammt aus dem Jahr 1774 und ist das letzte Werk des Meisters Ignaz Günther.

Von Nenningen führt die B 466 nach Donzdorf. In der Ortsmitte zweigt links eine Straße zur Sternwarte beim Schulzentrum ab und führt weiter zum Fluggelände auf dem Messelberg. Im weiteren Verlauf der Ortsdurchfahrt führt links eine Straße zum ehemaligen Schloss der Grafen von Rechberg und Rothenlöwen, das heute Sitz der Stadtverwaltung ist und verschiedene Kultureinrichtungen und ein Restaurant beherbergt. Auch der Schlossgarten, der sich in Form eines englischen Landgartens mit altem und teilweise exotischem Baumbestand präsentiert, befindet sich hier. Nur wenige Meter weiter zweigt wieder eine Straße links von der Hauptstraße ab. Sie führt am rechts liegenden Bahnhof vorbei zur Kuchalb hinauf. Etwa auf halber Höhe liegt zur Linken Schloss Scharfenberg. Es wurde im 12. Jahrhundert erbaut und war der Herrschaftssitz der Grafen von Rechberg, bis diese 1568 ins neu erbaute Schloss in Donzdorf umzogen. Heute befindet sich die Burgruine in Privatbesitz und ist teilweise bewohnt.
Von Kuchalb aus bieten sich Wanderungen durch die Natur an - mit wundervollem Ausblick in die Täler. Bei guter Sicht ist von Stötten aus das 150 km entfernte Alpenpanorama mit der Zugspitze zu sehen.

Wieder in Donzdorf führt in Fahrtrichtung Süßen eine Seitenstraße nach rechts zum Schloss Ramsberg. Am Fuß des Berges befindet sich ein Golfplatz, wo das Fahrzeug abgestellt werden kann. Zu Fuß geht es dann den Berg hinauf und weiter über die Höhen des Plateaus. Die heutige Anlage Ramsberg, um die der Weg führt, wird von dem im Jahr 1600 errichteten Schloss beherrscht. Es wurde auf eine aus dem 13. Jahrhundert stammende Halle gebaut. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und wird zu Wohnzwecken benutzt.
Interessant für Golfer ist die Großgolfanlage des Golf-Clubs Hohenstaufen. Sie gilt in Golferkreisen als landschaftlich besonders reizvoll und schwer zu spielen.

Route 3Zurück in Donzdorf führt die Straße der Staufer über Süßen nach Salach. Zwischen Salach und dem Schloss Ramsberg befindet sich die Ruine Staufeneck. Die Burg wurde zwischen 1220 und 1250 erbaut und war neben der Burg Hohenrechberg das wahrscheinlich stärkste Bollwerk im Burgenring um den Hohenstaufen. Über die Burg, die von Ministerialen der Staufer bewohnt wurde, erhebt sich der gewaltige, 30 m hohe Bergfried mit seinen bis zu 3 m dicken Mauern. Die Burg ist heute Standort des Burghotels Staufeneck mit angeschlossenem Gourmetrestaurant. Das Betreten der Burgruine ist gestattet, der Bergfried kann bestiegen werden und bietet einen phantastischen Ausblick auf das Filstal, die Drei-Kaiser-Berge und anderen Höhenzüge der Schwäbischen Alb.

Über Salach und Süßen führt die Straße der Staufer auf der B 10 nach Geislingen. Von hier aus kann ein Abstecher zu einem der Heilbäder in Bad Überkingen und Bad Ditzenbach unternommen werden, deren Quellen seit dem 12. Jahrhundert bekannt sind.

Geislingen war in dieser Zeit ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Ihre Bedeutung erhielt die Stadt durch die im Besitz der Grafen von Helfenstein befindliche Zollstelle. Die Burg Helfenstein ist schon von weitem zu sehen. Man gelangt dorthin, indem man sich in Geislingen in Richtung Heidenheim orientiert und dann unter den Bahngleisen hindurch in Richtung Schalkstetten die Steige hinauffährt. Oben angelangt befindet sich auf der rechten Seite am Waldrand ein Parkplatz. Von hier aus sind es zu Fuß nur wenige Meter bis zur Ruine.

Zwischen Schalkstetten und Gussenstadt begleitet der Gleisstrang der Museumseisenbahn die Straße der Staufer die reizvolle Albhochfläche hinauf. An verschiedenen Sonn- und Feiertagen fährt der Zug, von einer Dampflokomotive aus dem Jahr 1921 gezogen, die Bahnstrecke auf und ab und nimmt an den Bahnhöfen Fahrgäste auf. Es besteht die Möglichkeit, Fahrräder mitzunehmen. Aber auch eine Wanderung entlang der Bahnstrecke oder durch Wald und Feld ist hier sehr reizvoll.

In Söhnstetten führt die Straße der Staufer auf die B 466 und zum Ausgangspunkt Böhmenkirch zurück. Wer noch nicht genug erlebt hat, kann sich von hier aus über Steinenkirch und Eybach aufmachen, um das Magental zu erkunden; über Steinenkirch führt die Straße durch traumhafte Wälder hinab nach Eybach. Erosion hat diese bizarre Landschaft aus ursprünglichen Riffen des Weißjurameeres geschaffen. Hier befindet sich die 40 m hohe "Roggennadel", die diese abwechslungsreiche Tour abrundet.